Die Natur bietet dem Kind eine Vielfalt an Bewegungsmöglichkeiten in verschiedenen Räumen. Bewegung an frischer Luft fördert die Gesundheit und vertieft die Körperbeherrschung. Daraus entstehen Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Die Motorik zusammen mit der Sinneswahrnehmung ist zudem Grundvoraussetzung für die Vernetzung des Gehirns und somit für das Denken.

Die Sinne werden in einer Differenziertheit angesprochen, die der Vielfalt der natürlichen Umgebung entspricht. Eng verbunden damit ist auch das Erleben der vier Elemente (Erde, Wasser, Luft, Feuer), die zu den existentiellen Lebensgrundlagen des Menschen gehören. Zur Wahrnehmung gehören auch das Erleben der Stille und der Stimmungen.

Sinneserlebnisse wecken das Emotionale im Menschen. Staunen, Anteilnahme, Bewunderung und Begeisterung werden im Kind ausgelöst. Daraus entwickelt sich Achtung, Ehrfurcht und Respekt gegenüber der Natur.
Zentrales Element des Waldkindergartens sind die Jahreszeiten, welche zusammen mit der Witterung unmittelbar erlebt werden.

Erst be-greifen, dann verstehen: Kinder lernen vorwiegend über das eigenständige Tun, Erproben, Beobachten und Erleben. Der Wald bietet unzählige Möglichkeiten für konkretes Lernen. Grundvoraussetzung dafür sind die kindliche Neugier und Entdeckungsfreude.

Der Wald ist frei von vorgefertigtem Spielzeug. Spielzeug entsteht aus Naturmaterial, was die Phantasie und Kreativität im höchsten Mass fördert.

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